Serge van Duijnhoven mit Band

Dichters dansen niet

17. Mai 2007, 20.00 Uhr

Dichter tanzen nicht, Dichters dansen niet, das ist der Titel eines Romans, den der niederländische Autor, Historiker, Journalist und Lyrik-Performer Serge van Duijnhoven 1995 schrieb. Es ist auch Titel einer Künstlerformation, mit der er seit Ende der 90-er Jahre auftritt. Meist sind mindestens ein DJ und ein Videokünstler dabei, meist auch Musiker, denn Duijnhoven arbeitet interdisziplinär, kombiniert seine bildreiche, lebendige Dichtkunst mit Elektro-Klängen und Filmbildern, wettert gegen die „elitäre Arterienverkalkung“ der niederländischen Dichtung. Am Donnerstag, 17. Mai, ist er um 20 Uhr in Rantum mit „Dichters dansen niet“ bei der Stiftung Kunstraum Syltquelle zu Gast.

Serge van Duijnhoven wurde 1970 in Oss (Noord Brabant) geboren, ging zeitweilig in den USA zur Schule und schrieb sich 1989 in Amsterdam für Geschichte ein. Sein Lyrik-Debut war 1993 „Het paleis van de slaap“ (Palast des Schlafs), er arbeitete als Musikrezensent für Zeitungen und gründete mit Bildenden Künstlern und Theatermachen die Zeitschrift „MilleniuM“. Nach dem Studienabschluss 1995 ging van Duijnhoven nach Sarajevo, schrieb von dort aus für Zeitungen, sein 1999 erschienenes Buch „Wij noemen het rozen“ (Das nennen wir Rosen) besteht aus Reportagen vom Balkan. Van Duijnhoven lebt in Brüssel, veröffentlicht Lyrik und Erzählungen und arbeitet mit Musikern und Musikproduzenten zusammen.