-eine-Karl-Valentin-und-Liesl-Karlstadt-Entdeckung-

„Heute besuch ich mich, hoffentlich bin ich daheim!“

27.und 29. Dezember 2004

mit Denis Fischer und Anja Wedig

Regie: Frank Albrecht

Als „Stimme der Vorstadt“ haben Karl Valentin und Liesl Karlstadt am Rande der etablierten Gesellschaften des Selbstverständnis der Bewohner ebenjener Vorsteädte, der Ghettos und Slums zum Ausdruck gebracht. Damals musste die Frage „Wer sind wir“ in der allabendlichen Unterhaltung in den Kneipen und Brettel-Bühnen beantwortet werden. In „heute besuch ich mich, hoffentlich bin ich daheim!“ horcht das Junge Theater Bremen mit Karl Valentin und Liesl Karlstadt in diese Welt und ihre Fragen neu hinein – Dennis Fischer und Anja Wedig bringen für Regisseur Frank Albrecht neben ihrem Sinn für verschrobene Komik auch etwas wohltuend Bodenständiges mit auf die Bühne, das an die Schausteller und Volkssänger des ausgehenden 19. Jahrhunderts erinnert: ein Bühnenmensch von hagerer Statur und nervöser Verletzlichkeit und eine „Freundin zum Pferdestehlen“ mit weiblicher Wärme und burschikosem Eigensinn...