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01.Januar 2005

In Juli Zehs hochgelobtem neuen Roman "Spieltrieb" geht es um Gewalt an der Schule. Schüler, denen alles gleichgültig ist, erpressen einen Lehrer, bis dieser ausrastet. Machtspiele sind der einzige Kitzel. Juli Zeh untersucht Terror am Beispiel Schule, um damit Terror wie in Madrid oder den Irakkrieg zu erklären. Für sie ist alles möglich in einer Welt, die ihre Moral verloren hat.
Juli Zehs Figuren haben kein verlässliches Wertesystem und sind deshalb zu allem fähig. Für sie ist auch Gewalt nur ein Spiel. "Spieltrieb" liest sich hochdramatisch, fast wie ein Krimi. Gleichzeitig ist der Roman wie ein philosophischer Diskurs über die Beliebigkeit der heutigen Moral.
Ulrich Greiner schrieb in „Die Zeit“:«Juli Zehs SPIELTRIEB ist ein Schülerroman, den alle Schüler und Lehrer lesen sollten. Er enthält aber keine Gebrauchsanweisung für Klassenkonferenzen, sondern zeichnet mit Witz und Verstand ein helles Bild unseres dunklen Zeitalters.«
