Innenwelten im Theater

m.e.d.e.a.

14. August 2006

von Gilla Cremer

Regie: Eva-Maria Martin
Bühne & Kostüm: Jasmin Andrae
Musik: Ernst Bechert

Ein Mann trennt sich nach zwanzig Jahren von seiner Lebensgefährtin. Den Trauschein hatte das im Geiste der 70er Jahre auf- und abgeklärte Paar nie gebraucht. Jetzt heiratet (!) der Mann eine Jüngere. Die Verlassene, Mutter zweier Söhne, findet keinen Ausdruck für ihren Hass, ihre Trauer und die plötzliche Angst vom Altern und dem Allein-Sein.

Sie leiht sich die Stimme Medeas, gräbt sich durch den Fundus des Medea-Materials, um darin ihre Spuren zu sichern und – zu verwischen.

„Das grosse Kunststück, das Gilla Cremer gelingt, ist nicht nur die Verknüpfung von Versatzstücken aus der Medea-Literatur (Von Euripides über Sylvia Plath bis Heiner Müller), sondern die Darstellung einer Frau zwischen Contenance und Wahnsinn. Mit Superlativen wäre die schauspielerische Leistung der Solokünstlerin Gilla Cremer nur unzurechend beschrieben.“ (Welt)

20.00 Uhr | 12,- Euro an der Abendkasse
Produktionshalle Sylt-Quelle
Vorverkauf im Quellenhaus der Sylt-Quelle und über Ticketonline.